Die letzten Wochen vor der Geburt sind eine intensive Zeit – körperlich und emotional. Viele Schwangere setzen ab SSW 35 auf Dammmassage als sanftes Ritual: für mehr Körpergefühl, Elastizität und bewusste Geburtsvorbereitung. Hier findest du einen kompakten Guide, der sich gut im Alltag umsetzen lässt – ohne Druck.
Was ist die Dammmassage?
Die Dammmassage ist eine sanfte Dehnung und Massage des Gewebes zwischen Scheide und After (Damm). Ziel ist nicht „perfekte Vorbereitung“, sondern achtsamer Kontakt mit dem Bereich, der bei der Geburt besonders gefordert ist.
Wichtig: Dammmassage ist eine Option, kein Muss. Höre auf deinen Körper – alles, was sich unwohl anfühlt, lässt du sein.
Warum ab SSW 35?
Ab etwa SSW 35 bereitet sich dein Körper verstärkt auf die Geburt vor. Regelmäßige, entspannte Dehnung kann dich dabei unterstützen, das Gewebe geschmeidiger zu halten und dich mental wie körperlich einzustimmen.
Vorbereitung in 3 Minuten
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Zeit & Ruhe: 5–10 Minuten, nach dem Duschen oder Baden.
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Hände & Nägel: Hände waschen, Nägel kurz.
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Bequeme Position: halb sitzend mit Kissen im Rücken, ein Bein angewinkelt.
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Gleitsame Pflege: ein paar Tropfen Mama Oil auf die Fingerkuppen.
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Atmung: tief in Bauch und Beckenboden; sanft ausatmen, Schultern fallen lassen.
Schritt‑für‑Schritt Anleitung
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Aufwärmen: Öl in den Händen anwärmen.
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Kontakt aufnehmen: Daumen (oder Zeige-/Mittelfinger) 1–3 cm in den Vaginaleingang einführen.
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U‑Bewegung: In einer U‑Form zwischen „3 und 9 Uhr“ sanft massieren (außen und innen).
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Dehnen: Fingerspitzen Richtung After bewegen, bis du eine deutliche, aber nicht schmerzhafte Dehnung spürst.
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Halten & Atmen: Dehnung 30–60 Sek. halten; dabei ruhig ausatmen.
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Wechseln: 3–4 Wiederholungen, Seite wechseln.
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Nachspüren: Hände ablegen, kurz nachspüren – Wärme, Kribbeln, Entspannung.
Frequenz: 3–4× pro Woche, jeweils 5–10 Minuten. Wenn es sich gut anfühlt, auch täglich.
Partner‑Option: Manche Frauen mögen Unterstützung durch den Partner/die Partnerin – nur nach Absprache, mit viel Kommunikation und Hygiene.
Do’s & Don’ts
Do
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kurze, saubere Nägel; viel Öl; langsame Bewegungen.
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immer innerhalb der Wohlfühlgrenze bleiben.
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mit der Atmung arbeiten (Ausatmen → loslassen).
Don’t
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bei Schmerzen, Blutungen, Infektionen oder vorzeitigen Wehen.
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kein starker Druck, kein „Durchziehen“.
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nicht unter Zeitdruck – Qualität vor Minutenanzahl.
Häufige Fragen
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Tut Dammmassage weh?
Sie darf nicht schmerzen. Ein Dehngefühl ist normal; bei Schmerz lockern, weniger Druck oder abbrechen. -
Hilft sie sicher gegen Geburtsverletzungen?
Es gibt keine Garantien. Viele Frauen empfinden das Gewebe als geschmeidiger und fühlen sich besser vorbereitet – das ist bereits wertvoll. -
Welche Pflege eignet sich?
Ein mildes, duftfreies Öl wie das ohtastic Mama Oil sorgt für gute Gleitfähigkeit und ein angenehmes Hautgefühl. -
Wie lange vor der Geburt?
Ab SSW 35 bis zur Geburt – so, wie es für dich passt.
Dein kleines Ritual
Mach eine Mini‑Routine daraus: warmes Bad oder Dusche → 5 Tropfen Mama Oil → 5 Minuten ruhige Atmung & sanfte Dehnung → kurze Selbstmassage für Bauch/Oberschenkel. So verknüpfst du Körperpflege mit mentaler Vorbereitung.
